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Bayerischer Lokalfunk legt zu
Allein das lokale Fernsehen erreicht nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2012 an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) 858.000 Zuschauer ab 14 Jahren und damit 45.000 mehr als noch vor einem Jahr. Dies entspricht einer Tagesreichweite von 8,1 Prozent in allen bayerischen Haushalten und 14,6 Prozent in Kabelhaushalten.
Die bayerischen Lokalradios erreichen an einem durchschnittlichen Werktag 3,27 Millionen Personen ab 10 Jahren, was einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 153.000 Hörern und einer Tagesreichweite von 29,3 Prozent entspricht. Der bisherige Höchstwert von 2004, als täglich 3,3 Mio. Personen im Freistaat Lokalradio einschalteten, wurde somit nur knapp verfehlt. Die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radiostationen konnte erneut das landesweite Programm von ANTENNE BAYERN erzielen. 35,1 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag das Programm von ANTENNE BAYERN. Das sind knapp 4 Mio. Hörer pro Tag, über eine halbe Mio. mehr als noch vor einem Jahr.
Insgesamt hören 89,3 Prozent der Bevölkerung in Bayern ab 10 Jahren täglich Radio. Die durchschnittliche tägliche Hördauer beträgt 254 Minuten. Davon entfällt mit 46,3 Prozent der größte Anteil auf die Gesamtheit der privaten Hörfunkprogramme in Bayern, 45,3 Prozent auf die Programme des Bayerischen Rundfunks, die restlichen 8 Prozent auf außerbayerische Programme.
Für die Funkanalyse Bayern 2012 wurden im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen privaten Anbieter von TNS Infratest Media-Research insgesamt fast 37.000 Personen befragt.
Digitalisierung nimmt weiter zu - Digitalradio erreicht 7,7 Prozent der Bevölkerung
75,2 Prozent der Bevölkerung Bayerns verfügt inzwischen über mindestens eine digitale Empfangsmöglichkeit im Bereich des Fernsehens.
Bevölkerung in Fernsehaushalten in Bayern ihr Fernsehprogramm über Breitbandkabel, 52,4 Prozent über Satellit, 3,3 Prozent ausschließlich über DVB-T und 2,0 Prozent über DSL. Von der Bevölkerung in Kabelhaushalten empfangen rund 46,2 Prozent ihre TV-Programme digital, bei den Satellitenhaushalten waren es zum Zeitpunkt der Befragung bereits 88,2 Prozent. Infolge der Einstellung der analogen Satellitenverbreitung Ende April 2012 ist der Satellitenempfang inzwischen ebenso wie der terrestrische zu 100 Prozent digital.
73,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gegenüber 70,7 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 92,2 Prozent (Vorjahr 90 Prozent).
35,5 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren haben zudem schon einmal Radio über das Internet gehört; 12,0 Prozent tun dies mindestens einmal die Woche. 7,7 Prozent der bayerischen Bevölkerung (817.000 Personen ab 10 Jahren) verfügt inzwischen über mindestens ein DAB-Empfangsgerät.
Erfolgreiche lokale Fernsehangebote
Bezogen auf die Tagesreichweite ist Donau TV aus Deggendorf mit einer werktäglichen Reichweite von 28,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in seinem Verbreitungsgebiet der erfolgreichste lokale Fernsehsender in Bayern. Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen, die Montag bis Freitag zwischen 18:00 und 18:30 Uhr ausgestrahlt werden, ist Oberpfalz TV (Amberg/Weiden) mit einem Marktanteil von 35,7 Prozent. Im bayernweiten Durchschnitt liegt der Marktanteil der lokalen Fernsehprogramme zwischen 18:00 und 18:30 Uhr bei 17,2 Prozent und damit vor allen anderen Fernsehprogrammen.
Die höchsten Zuschauerzahlen aller lokalen TV-Programme erreichen münchen.tv/RTL München Live mit 203.000 Zuschauern täglich von Montag bis Freitag und Franken Fernsehen/RTL Franken Live TV aus Nürnberg mit 122.000 Zuschauern. - Das landesweite Fernsehprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern", das Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr im Programm von Sat.1 ausgestrahlt wird, kommt auf einen Marktanteil von 17,2 Prozent und ist damit in seiner Sendezeit ebenfalls das meistgesehene Fernsehprogramm in Bayern.
BLM-Präsident Siegfried Schneider (Foto) bezeichnete es als erfreulich, dass sich die Privatradios gemessen an der Hördauer wieder vor den Hörfunkangeboten des BR positionieren konnten: Laut Funkanalyse 2012 erreichten sie zusammengenommen einen Marktanteil von 46,3 Prozent (Vorjahr 41,7 Prozent), während der BR 4,6 Marktanteilspunkte abgeben musste und nunmehr auf 45,3 Prozent Marktanteil kommt.
Für das Lokalfernsehen zeige das Ergebnis der Reichweitenerhebung, so Schneider, dass dem Ausbau des technischen Empfangspotenzials auf allen Empfangsebenen weiterhin eine zentrale Bedeutung zukomme. Die Tatsache, dass der aus DVB-S-Verbreitung resultierende Anteil an der Tagesreichweite des lokalen Fernsehens seit 2011 bei rund 22 Prozent stagniert, belege die Notwendigkeit, diesen Distributionsweg auszubauen, um in den lokalen Verbreitungsgebieten eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit tagesaktuellen Fernsehnachrichten und Informationen aus dem jeweiligen Nahbereich sicherzustellen.
Weitere Informationen zur Funkanalyse Bayern 2012 unter: www.blm.de
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