News: Medienpolitik

Medienstandort Bayern für Zukunftsfelder stärken

Bayern zählt zu den führenden Kreativ- und Medienstandorten in Deutschland und Europa. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) kommt mit einer Studie aber zu dem Ergebnis, dass der Freistaat noch deutlich unter seinen Möglichkeiten liegt.

Der Fokus der Studie liegt auf den digitalen Zukunftsfeldern. „Der Standort muss den Strukturwandel in der Medienbranche aufgreifen und verstärkt die Chancen nutzen, die in der rasanten Digitalisierung liegen. Bayern muss das Zentrum der Medienkonvergenz werden", erklärte Bertram Brossardt (Foto), Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschafte. V., bei der Vorstellung der Studie. Für Brossardt bedarf es politischer Weichenstellungen:

Zukünftig sollten die Fördermittel mehr auf neue Medien umlenken und dabei die „Schnittstelle zwischen Technologie und Content verstärkt in den Vordergrund rücken“. Desweiteren sieht die vbw noch Bedarf beim gezielten Standortmarketing für Medienunternehmen und bei den Ausbildungsprogrammen: „Um den Nachwuchs in der Branche zu sichern, bedarf es neuer internationaler Ausbildungsprogramme an der Schnittstelle zwischen Medien und IT“, fordert der vbw.

Weitere Empfehlungen sind, den Medien-Cluster München ausbauen mit Investitionen in „Clustermanagement und die cluster-interne Vernetzung“. Dazu gehöre auch die Ausrichtung eines übergreifenden internationalen Medienkongresses in Bayern, über den der Standort international sichtbar gemacht werden könne.

Bossardt mahnt: „Die Unternehmen müssen ihre traditionellen Kernkompetenzen um Digitalisierungsstrategien ergänzen.“ Der vbw plant sein Engagement im Bereich Medienpolitik auszubauen, um diesen Prozess mit zu gestalten. (10/12)

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