News: Medienpolitik

Produzenten widersprechen Kritik am Deutschen Filmpreis

Einige Filmkritikerinnen und Filmkritiker haben kürzlich in einem Offenen Brief an die Mitglieder der Deutschen Filmakademie die Vergabepolitik des Deutschen Filmpreises kritisiert. Darauf hat die Produzentenallianz jetzt reagiert und nimmt Stellung.

Alexander Thies (Foto), Vorsitzender des Gesamtvorstands der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen erklärt, dass sich die Vergabe des Deutschen Filmpreises durch die 1.400 Mitglieder der Deutschen Filmakademie bewährt habe. „Das heutige Verfahren ist transparent und demokratisch, die Mitglieder der Deutschen Filmakademie versammeln den Sachverstand der ganzen Branche in allen Gewerken und über alle Genregrenzen hinweg.“ Auch Uli Aselmann, der Vorsitzende der Produzentenallianz-Sektion Kino, meldet sich zu Wort: „Man weiß gar nicht genau, was die Filmkritikerinnen und Filmkritiker eigentlich wollen. Einerseits kritisieren sie, dass die Entscheidungen der letzten Jahre eine ‚unübersehbare Tendenz zum kleinsten gemeinsamen Nenner‘ zeigen, aber andererseits zeichnen sie mit ihrem eigenen Filmpreis (‚Preis der deutschen Filmkritik‘) oft die selben Filme aus, wie zum Beispiel in diesem Jahr ‚Halt auf freier Strecke‘, der sich überdies kaum als Beispiel für einen wie auch immer gemeinten kleinsten gemeinsamen Nenner eignet.“

 Vorwürfe, die Filmakademie sei nicht bereit zum Dialog, sind nach Auffassung der Produzentenallianz nicht zutreffend. Am 19. Oktober veranstaltete die Filmakademie unter Beteiligung der Produzentenallianz ein öffentliches Gespräch mit Filmkritikern unter dem Titel „Wir müssen reden“. (10/12)

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